Berlin, Juli 2025. Zwischen Live-Demos, Code-Labs und Panel-Debatten suchten Altin und Filipe nach Antworten auf eine Frage: Welche Trends verändern unseren Entwickler-Alltag wirklich? Die Essenz ihrer Notizbücher findest du hier, kompakt, praxisnah und jeweils abgerundet mit einem „Für Techies", damit Technik-affine Leser:innen sich in die Technologien & Frameworks weiter einlesen können.
Altins Highlights
Agentic Development & Developer Experience
Routine-Tipparbeit wandert zur Maschine, Menschen gewinnen Zeit für Ideen. Projekte werden schneller, Teams zufriedener.
Für Techies: Autonome Software-Engineering-Agents lesen ganze Repos, schlagen Pull-Requests vor und refaktorieren Legacy-Klassen über Nacht. Mit Docker Compose for Agents wird ein kompletter Agent-Stack in einer YAML-Datei beschrieben und per Klick serverless ausgerollt. Figma Make generiert aus einem Prompt klickbare Prototypen samt semantisch sauberem Code.
Privacy & Trust
Daten verlassen nie den Laptop, Compliance-Hürden schrumpfen und jeder KI-Entscheid bleibt rückverfolgbar.
Für Techies: Mit WebNN + Transformers.js laufen Sprach- und Bildmodelle lokal, offline, latenzarm und ohne Datenabfluss. Knowledge Graphs verknüpfen Code, Tickets und Dokumente, sodass Agents nur Fakten statt Fantasie liefern; jeder Schritt wird im „Thought Graph" protokolliert.
Scaling & Operations
KI-Updates lassen sich so verlässlich ausrollen wie normale Releases, Infrastruktur skaliert ohne Herstellerkorsett. Budget und Nerven bleiben geschont.
Für Techies: LLMOps à la NVIDIA (NeMo-Customizer, Evaluator, NIM-Container) bringt Fine-Tuning und Deployment ins CI/CD-Tempo. Die UXL Foundation schafft eine vendor-neutrale Beschleunigungsschicht, und Amazons Cell-Architektur zeigt, wie Software sich wie ein Organismus an neue Lasten anpasst.
Filipes Highlights
Quarkus
Startet blitzschnell, braucht wenig Speicher und fühlt sich in Container-, Cloud- und Serverless-Umgebungen zuhause, eine spannende, leichtere Alternative zu unserem langjährigen Spring-Boot-Setup, die wir bei Break in POCs ausprobieren wollen.
Für Techies: Build-Time-Init + GraalVM Native bringt ms-Starts und tiefen RAM-Bedarf; quarkus dev liefert Live-Reload & Tests im Terminal; fertige Kubernetes-/OpenShift-Integration mit Extensions (REST, Hibernate, Kafka u.a.) macht Cloud-Services leicht; Spring-API-Kompatibilität ermöglicht schrittweise Migration für unsere POCs.
End to End Typescript
Unsere allerersten Projekte bei Break waren voll in TypeScript: Backend wie Frontend. Damals sind wir wegen der ständigen Veränderungen im Node-Ökosystem wieder zu Spring Boot zurückgekehrt: zu viele Breaking Changes, zu wenig Stabilität.
Spannend zu sehen, wie sich das inzwischen beruhigt hat. Frameworks wie NestJS, tRPC oder Remix wirken heute deutlich reifer. Vielleicht ist es an der Zeit, dem Ansatz noch einmal eine Chance zu geben, mit klaren Standards, stabiler Toolchain und schlanker Developer Experience.
Github Copilot
KI entwickelt sich rasant. Wer nicht dranbleibt, verliert schnell den Anschluss. Bei GitHub zu sehen, wie tief KI inzwischen in den Entwickler-Workflow integriert ist, war beeindruckend: Copilot kann nicht nur Code vorschlagen, sondern übernimmt ganze Tasks, etwa Tickets automatisch übernehmen, beschreiben und sogar eigenständig umsetzen.
Mir war nicht bewusst, wie viele KI-Funktionen GitHub mittlerweile bietet. Bei Break nutzen wir aktuell Bitbucket, aber diese Entwicklungen haben eine interne Diskussion ausgelöst: Vielleicht ist es an der Zeit, unsere Projekte zu GitHub zu migrieren, um diese neuen Möglichkeiten gezielt zu nutzen.
Für Techies: Copilot Workspace übernimmt Stories end-to-end, vom Verstehen des Tickets bis zum finalen Commit. Issue Summaries, Code Reviews, Testgenerierung und Branch-Navigation laufen KI-unterstützt. Besonders spannend: Copilot Agents als persönliche Pair-Programmierer im Kontext ganzer Repos, direkt im Browser oder VS Code.
Fazit: Zukunft bauen statt zuschauen
AI-Agents, Workflow-Automation, Edge-Privacy, LLMOps und Open-Source-Acceleration werden 2025 zur Grundausstattung moderner Tech-Organisationen. Wer jetzt mitmacht, definiert morgen den Marktstandard.

